Wein und Wandern

Unterwegs im südlichen Steigerwald

Ausgehend vom Wanderparkplatz Frankenberg ging es heuer bei der Weinwanderung anfangs steil hinauf zum Schloss Frankenberg, das einst im Besitz der hiesigen Familie von Lerchenfeld war. Vor kurzem wurde es jedoch an den Hotelier Joseph Beltz verkauft und wird augenblicklich zu einem komfortablen Hotel ausgebaut und stilgerecht renoviert. Hier sollen demnächst Ausflüge mit den Aagländer Kutschen (motorbetriebene Kutschen) möglich sein.

Unmittelbar hinter Vorderfrankenberg, das von einer markanten Erhebung aus die Landschaft dominiert, befinden sich die Ruinen von Schloss Hinterfrankenberg. 1524 hat ausgerechnet der Kulmbacher Markgraf Albrecht Alcibiades dieses Schloss zerstört!

Nach diesem geschichtlichen Rückblick führte die Wanderung durch die Weinlage des „Bullenheimer Paradieses“ zum Weinhof Soldner, wo man sich ein gutes Glas aus dem „Paradies“ munden ließ. Anschließend wanderten die Kulmbacher rund um den Tafelberg, der bereits zu der Weinlage von Hüttenheim gehört und dessen Besonderheit darin besteht, dass er als einziger Weinberg Frankens sich isoliert aus der Landschaft erhebt und rundum, also in alle Himmelsrichtungen, mit Wein bebaut ist.

Im Weingut Nussbaum, bei Winzerfamilie Haßold, ließen die Wanderer bei Winzerbrotzeit und mehreren guten Tropfen diesen erlebnisreichen Tag ausklingen. Während der Heimreise bedankte sich Manfred Schnabel im Namen aller Teilnehmer bei Horst Hofmann für die Führung durch diesen weniger bekannten, aber doch sehenswerten Teil des Steigerwaldes.

Horst Hofmann