Skitour – einmal anders

Rund um den Döbraberg

Warum in die Ferne schweifen.... ? Der letzte Winter und „Kyrill“ machten es möglich: auch in unserer engeren Umgebung kann man Skitouren machen und sogar Tiefschneefahren. Wo? Na sicherlich im Fichtelgebirge, aber auch der Frankenwald erlaubt es. Gestartet sind wir am Döbraberg, haben aber aus Bequemlichkeitsgründen für die Rückfahrt ein Auto in Schwarzenbach abgestellt.

Auf der ehemaligen Skiabfahrt vom Döbraberggipfel, früher eine gefürchtete Rennpiste (Dachsloch!), fahren wir die ersten Schwünge. Unverspurt ist diese Abfahrt aber nur noch im Randbereich, so dass wir nach der Abfahrt gleich noch einmal die Felle aufziehen, um erneut zum Gipfel zu spuren. Von dort geht es dann durch den lichten Wald im Tiefschnee hinab in den Türkengrund.

Dort werden die Felle wieder aufgezo- gen und wir marschieren den Grund hinauf und über die weite Ebene an Rodeck vorbei.

Steil, und gar nicht so einfach, geht es dann hinunter zur Bischoffsmühle, wo wir zu einer zünftigen Brotzeit einkehren. Nachdem die Felle erneut aufgezogen sind, spuren wir aus dem Tal der wilden Rodach zunächst auf einem Forstweg, später über freies Gelände in den westlichen Rodacher Forst zum Bärenrangen. Hier hat Kyrill ganze Arbeit geleistet und ermöglicht uns eine rauschende Abfahrt zwischen Wurzelstöcken.

Unten angekommen, werden die Felle ein letztes Mal aufgezogen. Wir steigen das Eisenbachtal hinauf und erreichen am Wasserwerk vorbei die Hänge des Bergwiesenliftes. Der freundliche Kassier am Lift erkennt unseren „Grad der Erschöpfung“ und spendiert uns eine Freifahrt an seinem Lift, so dass wir ohne größere Anstrengung die Bergstation erreichen. Hier könnte man noch ein paar Abfahrten anschließen, wir marschieren jedoch zurück zu unserem abgestellten Auto und fahren zurück zum Döbraberg.

Bei Kaffee und Kuchen blicken wir zurück auf einen ungewöhnlichen Skitourentag im Frankenwald.

Thomas Zapf